Die 3 wichtigsten Versicherungen für Studenten

Die 3 wichtigsten Versicherungen für StudentenDie 3 wichtigsten Versicherungen für Studenten

Welche Versicherungen sind für Studenten am wichtigsten? Mit dem Studium beginnt für viele junge Menschen ein ganz neuer Abschnitt – man ist vielleicht auch zum ersten Mal auf sich allein gestellt und muss sich gefühlt um hunderte Dinge gleichzeitig kümmern. Viele kommen hier auch zum ersten Mal selbst mit Versicherungen in Berührung.

Bisher mussten man sich um das Thema Versicherungen keine Gedanken machen – darum haben sich normalerweise immer die Eltern gekümmert. Jetzt als Student seid Ihr gezwungen euch selbst um eure Versicherungen zu kümmern. Doch keine Sorgen – wir haben hier die 3 wichtigsten Versicherungen für Studenten zusammengefasst.

Versicherungen für Studenten
Welche Versicherungen für Studenten sind am wichtigsten? Was müssen Studenten bei Versicherungen beachten?

1. Krankenversicherung für Studenten

Die wichtigste Versicherung für Studenten ist definitiv die Krankenversicherung. Ohne diese könnt ihr euch nicht bei der Universität oder Hochschule einschreiben. Bei der Einschreibung werdet ihr schon gesehen haben, dass ihr ein Nachweis über eine Krankenversicherung beigefügt werden musste. In Deutschland besteht Krankenversicherungspflicht. Das bedeutet auch, sobald ihr eure Krankenversicherung verliert, verliert ihr damit auch das Recht an der Universität zu studieren!

Beim Thema Krankenversicherung gelten für Studenten allerdings etwas andere Regeln, die ihr unbedingt beachten solltet.

Wie bei Angestellten, gibt es bei Studenten zwei Arten von Krankenversicherungen – die private und die gesetzliche Krankenversicherung.

Gesetzliche Krankenversicherung bei Studenten

Bis 25 Jahre kann man sich in der gesetzlichen Krankenversicherung auch über die Eltern versichern lassen. Dann müsst ihr euch eigentlich keine weiteren Gedanken machen. Das einzige, was ihr beachten müsst, ist das Einkommen durch eine studentische Nebentätigkeit – hier gibt es nämlich Einkommensgrenzen. Liegt euer regelmäßiges Einkommen unterhalb von 450 Euro, ändert sich nichts. Habt ihr jedoch ein regelmäßiges Einkommen über 450 Euro im Monat, müsst ihr euch selbst versichern!

Habt ihr ein regelmäßiges Einkommen über 450 Euro im Monat oder seid älter als 25, müsst ihr euch selbst versichern. Hier gibt es bei den gesetzlichen Krankenversicherungen spezielle Tarife für Studenten. Hier gibt es entweder die Möglichkeit, sich über die Lohnnebenkosten zu versichern oder einen Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung. Dieser liegt in etwa bei 90 Euro im Monat.

Tipp: Habt ihr einen Nebenjob, bei dem ihr über 450 Euro verdient, dann seid ihr mit dem Pauschalbeitrag in der Regel günstiger dran. Vor allem, wenn ihr die Ferien dafür nutzt, mehr zu arbeiten. Zusätzlich gibt es für Studenten die Möglichkeit, sich auf Antrag von den Beiträgen zur Rente und Arbeitslosenversicherung befreien zu lassen. Aus der. Arbeitslosenversicherung würdet ihr ohnehin keine Leistungen bekommen. Lässt man sich bei beiden Versicherungen befreien, ist euer Bruttolohn fast identisch mit dem Nettolohn!

Private Krankenversicherung für Studenten

Wenn eure Eltern in einer privaten Krankenversicherung versichert sind, habt ihr die Wahl, ob ihr euch privat oder gesetzlich versichern lassen möchtet. Bei den privaten Krankenversicherungen gibt es ebenfalls zahlreiche Tarife für Studenten, aus denen ihr den aussuchen könnt, der zu eurer persönlichen Situation am besten passt. Was euch eine private Krankenversicherung genau kostet, erfahrt ihr hier. Wichtig ist aber – seid ihr einmal in einer privaten Krankenversicherung versichert, könnt ihr für die gesamt Zeit des Studiums nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln.

Auslandskrankenversicherung für Studenten

Die Studienzeit nutzen viele Studenten auch für viele Reisen ins Ausland. Innerhalb der Europäischen Union gilt ebenfalls eure nationale Krankenversicherung. Außerhalb der EU oder für zusätzliche Leistungen empfiehlt es sich trotzdem eine private Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Diese sind in der Regel auch nicht teuer, bieten aber viele Leistungen, die man im Ausland extra bezahlen muss und das Gefühl im Notfall abgesichert zu sein

Auslandskrankenversicherung für Studenten
Eine Auslandskrankenversicherung für Studenten kann eine wichtige Ergänzung sein.

2. Haftpflichtversicherung für Studenten

Jeder Student benötigt eine private Haftpflichtversicherung. Diese zahlt immer dann, wenn ihr jemandem unbeabsichtigt einen Schaden zufügt. Solltet ihr einen Roller oder ein Auto haben, dann besteht natürlich auch für diese die Pflicht einer privaten Haftpflichtversicherung.

Bei den Haftpflichtversicherungen seid ihr, abgesehen von Auto und Roller, ebenfalls bis zu einer Altersgrenze (in der Regel ebenfalls 25 Jahre) über eure Eltern mitversichert. Danach oder sobald euer Studium abgeschlossen ist, müsst ihr euch selbst versichern. Eine Haftpflichtversicherung ist definitiv zu empfehlen, da Personen- oder Sachschäden schnell mehrere Hunderttausend Euro betragen können.

3. Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten

Ja, zu den wichtigen Versicherungen für Studenten gehört auch die Berufsunfähigkeitsversicherung. Hört sich zwar zunächst merkwürdig an, da ihr ja in der Regel noch gar keinen Beruf habt, dennoch kann eine Berufsunfähigkeit schneller eintreten als man denkt. In Deutschland werden fast 40 % aller Arbeitnehmer im Laufe Ihres Lebens mindestens ein Mal berufsunfähig. Eine Berufsunfähigkeit kann z.B. auch bei psychischen Erkrankungen vorliegen, von der auch viele betroffen sind, die z.B. im Büro arbeiten. Dadurch, dass ihr aber noch sehr jung seid, sind die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung auch noch sehr niedrig. Und bei der Berufsunfähigkeit gilt, je früher man einzahlt, desto niedriger sind auch die Beiträge im höheren Alter. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist auch definitiv die Versicherung, die bei Studenten am meisten vernachlässigt wird.

Weitere Versicherungen für Studenten

Hausratversicherung

Lebt man in der eigenen Wohnung, WG oder im Studentenwohnheim, denken viele an eine Hausratversicherung. Hier gilt zu beachten, dass es Versicherungen gibt, bei denen ihr wieder über eure Eltern mitversichert seid. Außerdem solltet ihr die Preise bei Hausratversicherungen im Auge behalten. Diese können nämlich im Vergleich zum Wert der Einrichtung und Möbeln relativ hoch ausfallen. Daher empfehlen wir den Abschluss einer Hausratsversicherungen bei Studenten nur, wenn ihr eine relativ teuere Einrichtung besitzt.

Unfallversicherung

Eine Unfallversicherung zahlt bei dauerhaften Beeinträchtigungen, die aus einem Unfall resultieren und die Leistungen der Krankenversicherungen überschreiten. Sie zahlt zum Beispiel eine lebenslange Rente für den Fall, dass ihr durch die Folgen eines Unfalls nicht mehr arbeiten könnt oder invalide seid. Wichtig ist, dass die Unfallversicherung für Unfälle eintritt, die im privaten Umfeld passieren. Wichtig ist jedoch, dass die Versicherungen einen Unfall so definieren, dass ein Unfall eine äußere Einwirkung voraussetzt. Ein einfacher Sturz zählt in der Regel nicht dazu. Eine Unfallversicherung kann Sinn machen um sich zusätzlich gegen Unfälle abzusichern. Die Beiträge sind allerdings relativ hoch – daher würden wir die Priorität auch nicht so hoch ansetzen.

Fazit:

Versicherungen für Studenten sind eine wichtige Sache, können aber auch recht kostspielig werden. Es gibt sehr viele Anbieter auf dem Markt und die Leistungen können sich auch deutlich unterscheiden. Daher empfehlen wir euch, vor dem Abschluss professionellen Rat einzuholen und die Preise und Leistungen der Anbieter ausführlich zu vergleichen und nicht überstürzt einen Versicherungsvertrag abzuschließen.

Wir haben noch weitere Themen, die für Studenten interessant sein können – z.B. das Thema Bankkonto.

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