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Finanzielle Vorsorge für den Ernstfall: Was Familien über die Risikolebensversicherung wissen sollten

Risikolebensversicherung

Wer stirbt, hinterlässt meist mehr als Trauer: Laufende Kredite, Miete, Kindergartengebühren, Lebenshaltungskosten – all das bleibt. Für Familien, in denen ein Hauptverdiener das Haushaltseinkommen trägt, kann der plötzliche Tod des Partners die finanzielle Grundlage von heute auf morgen wegbrechen lassen. Genau hier setzt die Risikolebensversicherung an: Sie zahlt im Todesfall eine festgelegte Summe an die Hinterbliebenen aus – ohne Zweckbindung, schnell und direkt.

Trotzdem ist die Risikolebensversicherung in Deutschland noch immer unterrepräsentiert. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) besaßen 2023 rund 9,4 Millionen Deutsche eine solche Police – bei über 40 Millionen Haushalten ein vergleichsweise kleiner Anteil. Das liegt oft daran, dass viele den Bedarf unterschätzen oder glauben, staatliche Leistungen würden ausreichen. Beides ist ein Trugschluss.

Was die Risikolebensversicherung konkret leistet

Die Risikolebensversicherung ist kein Sparprodukt. Sie baut kein Kapital auf und zahlt nichts aus, wenn die versicherte Person die Vertragslaufzeit überlebt. Dafür ist sie vergleichsweise günstig – und genau das macht sie für Familien so attraktiv.

Das Prinzip ist einfach: Versicherungsnehmer zahlen monatliche oder jährliche Beiträge. Stirbt die versicherte Person während der Laufzeit, erhalten die im Vertrag genannten Begünstigten die vereinbarte Versicherungssumme. Diese kann frei verwendet werden – für die Tilgung des Immobilienkredits, die Ausbildung der Kinder oder schlicht zur Deckung der laufenden Kosten.

Die Beitragshöhe hängt von mehreren Faktoren ab: Alter und Gesundheitszustand der versicherten Person, gewählte Versicherungssumme, Laufzeit sowie Raucher- oder Nichtraucherstatus. Ein 35-jähriger Nichtraucher kann sich für eine Versicherungssumme von 200.000 Euro bei 20 Jahren Laufzeit bereits für deutlich unter 20 Euro im Monat absichern – je nach Anbieter.

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Wer eine Risikolebensversicherung wirklich braucht

Nicht jeder benötigt zwingend eine Risikolebensversicherung. Der Bedarf hängt davon ab, ob andere Menschen finanziell von der eigenen Arbeitskraft abhängig sind. Besonders relevant ist sie für:

  • Familien mit Kindern, in denen ein Partner das Haupteinkommen sichert
  • Unverheiratete Paare, da für sie keine gesetzliche Witwen- oder Witwerrente vorgesehen ist
  • Personen mit laufenden Immobilienkrediten, um den Partner nicht mit offenen Schulden zu belasten
  • Selbstständige, die keine betriebliche Absicherung genießen

Wer hingegen kinderlos, schuldenfrei und finanziell unabhängig lebt, hat einen deutlich geringeren Bedarf. Für alle anderen gilt: Die gesetzliche Hinterbliebenenrente deckt in den meisten Fällen nicht einmal die Hälfte des bisherigen Haushaltseinkommens.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, aber es gibt bewährte Orientierungswerte. Für Paare ohne Kinder empfehlen Verbraucherschützer eine Absicherung in Höhe von mindestens dem Dreifachen des Bruttojahreseinkommens. Familien mit Kindern sollten eher das Vier- bis Fünffache ansetzen.

Hinzu kommen bestehende Verbindlichkeiten: Ein laufender Immobilienkredit über 300.000 Euro sollte vollständig in der Versicherungssumme abgebildet sein – unabhängig vom Einkommen. Nur so ist sichergestellt, dass die Hinterbliebenen das Haus halten können, ohne in finanzielle Schieflage zu geraten.

Für die Kreditabsicherung bieten viele Versicherer eine fallende Versicherungssumme an. Diese sinkt parallel zur Restschuld und ist dadurch günstiger als eine konstante Summe. Wer hingegen die Familie umfassend absichern möchte, fährt mit einer konstanten Versicherungssumme besser.

Laufzeit und Gesundheitsprüfung: Was beim Abschluss zählt

Die Laufzeit sollte sich am Absicherungsziel orientieren. Für Familien mit kleinen Kindern empfiehlt sich eine Laufzeit bis mindestens zum 18. Lebensjahr des jüngsten Kindes – besser bis zum Abschluss der Ausbildung. Bei Krediten gilt: Der Vertrag sollte mindestens bis zur vollständigen Rückzahlung laufen.

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Eine vollständige Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung gibt es nicht. Versicherer fragen standardmäßig nach Vorerkrankungen, Medikamenten, Rauchgewohnheiten und risikoreichen Hobbys. Die Angaben müssen wahrheitsgemäß gemacht werden – falsche Aussagen können zur Leistungsverweigerung im Ernstfall führen.

Wer jung und gesund ist, profitiert dabei von deutlich günstigeren Beiträgen. Der Abschluss lohnt sich daher früh – auch wenn die Absicherung zunächst noch nicht zwingend notwendig erscheint.

Tarife vergleichen lohnt sich

Der Markt für Risikolebensversicherungen in Deutschland ist wettbewerbsintensiv. Die Preisspanne zwischen günstigen und teuren Anbietern ist erheblich. Finanztest empfahl bereits 2020 Direktversicherer als besonders kostengünstige Alternative, da diese auf teure Vertriebsstrukturen verzichten und den Preisvorteil an Kunden weitergeben. Wer eine Risikolebensversicherung abschließen möchte, sollte mehrere Angebote vergleichen und dabei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Leistungsumfang und Flexibilität achten – etwa die Möglichkeit, die Versicherungssumme bei Lebensereignissen wie Heirat oder Geburt eines Kindes ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Einen ersten Überblick über Tarife und Leistungen bietet beispielsweise die Risikolebensversicherung der HUK24, die verschiedene Schutzpakete – von der Grundabsicherung bis zum Rundumschutz inklusive Leistungen bei schweren Krankheiten – direkt online abschließbar macht.

Eine Risikolebensversicherung ist kein Luxus. Sie ist eine der effizientesten Möglichkeiten, die eigene Familie vor den finanziellen Folgen des schlimmsten Falls zu schützen – zu einem Beitrag, der für die meisten Haushalte gut tragbar ist.

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